SV Petzenkirchen vs. SU Weise Aschbach 1:1 (1:1)

Wir teilen uns mit Petzenkirchen die Punkte.

In der 1. Klasse West hat sich SV Volksbank Haubi's Petzenkirchen-Bergland am Freitagabend mit SU Weise Raika Aschbach 1:1 getrennt. Für Sektionsleiter Robert Doppler war das Remis unterm Strich stimmig, auch wenn er einen verschlafenen Beginn seiner Mannschaft gesehen hatte. Nach einem frühen Rückstand steigerte sich Petzenkirchen, kam noch vor der Pause zum Ausgleich und hatte nach Seitenwechsel laut Doppler sogar die besseren Chancen auf mehr.


Aschbach erwischt den besseren Beginn, Petzenkirchen findet danach ins Spiel
Der Start gehörte nach Einschätzung von Robert Doppler klar den Gästen. „Die ersten zwanzig Minuten war Aschbach überlegen“, sagte der Sektionsleiter, der damit gleich den Ton für die Anfangsphase vorgab. Schon in der 8. Minute ging SU Weise Raika Aschbach durch Florin Anitoiu mit 1:0 in Führung, und auch die Art des Treffers blieb hängen. Doppler sprach von einem „schönen Tor“ und erklärte: „Der hat den Torwart überhoben. Das muss man auch erst so treffen.“ Für SV Volksbank Haubi's Petzenkirchen-Bergland passte in dieser Phase noch nicht alles zusammen, was Doppler auch offen ansprach: „Am Anfang haben wir ein bisschen verschlafen.“ Wichtig war aus Sicht der Gastgeber dann aber, dass die Reaktion nicht lange auf sich warten ließ. Mit dem 1:1 durch David Schroll in der 20. Minute war die Mannschaft zurück in der Partie, und auch dieser Treffer war für Doppler sehenswert: „Unsere Aktion war ein schöner Schuss vom Sechzehner.“ Danach änderte sich der Charakter des Spiels. Der Rückstand war aufgeholt, die erste starke Phase der Gäste abgefangen, und bis zur Pause entwickelte sich laut Doppler ein deutlich ausgeglicheneres Match.

Nach der Pause wieder Aschbach besser, dann liegen die Chancen eher bei Petzenkirchen
Auch der Beginn der zweiten Halbzeit erinnerte aus Sicht der Heimischen zunächst an die erste. Doppler meinte, dass SU Weise Raika Aschbach „wieder am Anfang besser“ gewesen sei und damit noch einmal Druck aufbauen konnte. Entscheidend war für SV Volksbank Haubi's Petzenkirchen-Bergland aber, dass die Partie danach erneut kippte und die Gastgeber immer besser hineinfanden. „Dann haben eigentlich wir mehr Chancen gehabt“, fasste Doppler die zweite Hälfte zusammen. Weitere Tore fielen trotzdem nicht mehr, und genau dort setzte auch seine Erklärung für das 1:1 an. „Chancenauswertung oder der Tormann hat auch gut gehalten“, sagte er. Viel mehr brauchte es in seiner Analyse gar nicht. Petzenkirchen war nach der Pause näher an einem zweiten Treffer, konnte diese Phase aber nicht nützen. Auf der anderen Seite ließ die Mannschaft den Gästen nicht entscheidend davonziehen. So blieb es beim 1:1, das schon zur Pause auf der Anzeigetafel gestanden war und auch nach 90 Minuten Bestand hatte.

Doppler lobt den Gegner und die eigene Moral
Dass Robert Doppler mit dem Punkt leben konnte, hatte nicht nur mit dem Spielverlauf zu tun, sondern auch mit der Qualität des Gegners. „Ja, geht glaube ich in Ordnung für beide Mannschaften“, sagte er zum Ergebnis und schob gleich nach, dass SU Weise Raika Aschbach „spielerisch sehr gut und auch individuell klasse“ gewesen sei. Für SV Volksbank Haubi's Petzenkirchen-Bergland war es deshalb umso wichtiger, nach dem frühen Rückstand nicht die Linie zu verlieren. Gerade diesen Teil hob Doppler hervor. „Die Mannschaftsleistung hat gepasst, wie sie gekämpft und gerackert haben“, sagte er und stellte damit weniger das Ergebnis als vielmehr die Reaktion seiner Mannschaft in den Vordergrund. Diskussionen rund um den Unparteiischen wollte er gar nicht erst aufmachen. „Die Schiedsrichterleistung war okay, hat seine Linie durchgezogen“, meinte Doppler. So bleibt aus Sicht von Petzenkirchen ein Abend, an dem der Start nicht gepasst hat, die Antwort darauf aber schon. Gegen einen aus seiner Sicht sehr starken Gegner holte SV Volksbank Haubi's Petzenkirchen-Bergland nach einer klaren Steigerung im Spielverlauf einen Punkt, mit dem nachvollziehbarerweise beide Seiten leben konnten.


PETZENKIRCHEN - ASCHBACH 1:1 (1:1).

Torfolge: 0:1 (8.) Anitoiu, 1:1 (20.) Schroll.

Gelbe Karten: Kantor (74. Unsportlichkeit); Agrali (15. Foul), Albu (67. Foul).

Petzenkirchen: Pöchacker; Dronca, Géringer, Thier, Braunauer, Scherz, Hauss, Aichinger (52. Russmair), Rabi (75. Zeka), Schroll, Kantor.

Aschbach: Hiticas; Caprnka, Morina, Winter, Albu, Niklas Neudorfhofer (54. Kurowski), Sirbu (58. Mayr), Agrali (73. Günther), Julian Andreas Neudorfhofer, Leovac, Anitoiu.

200 Zuschauer, Schiedsrichter: Franz Steigberger.


Bericht von Ligaportal und David Sommer